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Ist Solarstrom auch noch im Jahr 2010 attraktiv?

Solarstrom
Alexander Hupe

Nicht nur aus Umweltschutzgründen, sondern auch in Hinsicht auf die Rendite ist die Anschaffung einer Photovoltaikanlage für Hausherren erstrebenswert. Die Regierung fördert die Einspeisung von Solarstrom lt. EEG. Aber die staatliche Förderung für Solarstrom wird immer weiter zurückgefahren. Häuslebauer, die im Jahr 2010 über die Anschaffung einer Solaranlage nachdenken, müssen diese geringere Förderung einkalkulieren.

So betrug bis Juni 2010 die Förderung pro Kilowattstunde 39,41 Cent, seit dem 1. Juli sind es nur noch 34,05 Cent. Diese Vergütung wird allerdings konstant für die nächsten 20 Jahre gezahlt. Der Hausherr kann demzufolge mit einer festen Einnahmesumme rechnen über diese Laufzeit rechnen.

Welche Kosten kommen auf den Hausherrn zu?

Die Stiftung Warentest hat herausgefunden, dass der Preis für Solaranlagen im vierten Quartal 2009 nur noch bei durchschnittlich 3.135 Euro pro kWp (Einheit Kilowatt Peak) lag. Dabei entspricht ein kWp ca. einer Dachfläche von 10m². Im Vergleichszeitraum 2008 war die gleiche Anlage noch um rund 26 Prozent teuerer. Im Anlagenpreis sind die Planungs- und Montagekosten, sowie das Zusatzmaterial wie bspw. Halterungen, Zähler und Wechselrichter bereits eingerechnet.

Betriebskosten
Für den Betrieb von Solaranlagen fallen jährlich Betriebskosten für Wartung, Versicherung und eventuell den Steuerberater an. In der Regel geht man bei Solaranlagen von pauschalen Betriebskosten von rund einem bis max. zwei Prozent des Anschaffungspreises pro Jahr aus. Sie müssen demnach mit 32 bis 74 Euro jährlichen Betriebskosten rechnen. Darin enthalten sind gerade in den Anfangsjahren auch Rücklagen für spätere Reparaturen.

Strom einleiten oder selber verbrauchen?

Die oben genannte Förderung bekommt der Betreiber einer Photovoltaikanlage für die Einspeisung ins Stromnetz. Verbraucht er den Strom teilweise selbst, kann sich das ebenfalls rechnen. Die Vergütung für selbst verbrauchten Strom beträgt pro kWh 17,67 Cent. Je höher der Strompreis auf dem regulären Markt klettert, umso lukrativer wird für den Hausherren der Eigenverbrauch des Solarstroms.

Weitere Kürzungen sind beschlossen

Zum 1. Oktober 2010 ist eine weitere Kürzung der Förderung beschlossen. Statt 34,05 Cent bekommt der Betreiber dann nur noch 32,88 Cent pro eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom. Die Förderung für selbstgenutzten Strom verringert sich auf 16,50 Cent. Häuslebauer, die die Anschaffung einer Solaranlage planen, sollten diese bis Ende September 2010 in Betrieb nehmen. So kommen Sie noch in den Genuss der höheren Förderung.

Renditeaussichten

In der Modellrechnung der Stiftung Warentest wird eine Rendite von bis zu 7 Prozent erzielt. Eine Rendite im zweistelligen Bereich ist möglich, wenn die Anschaffungskosten der Solaranlagen noch weiter sinken. Ebenfalls positiv auf die Renditehöhe wirken sich optimale Bedingungen aus. Dazu zählen bspw. sonnenreiche Sommer oder ein völlig schattenfreies Dach mit der optimalen Neigung.

Fazit

Photovoltaikanlage lohnen sich trotz der gekürzten staatlichen Förderung für den Betreiber. Nach den vorgegebenen 20 Jahren produziert die Solaranlage weiterhin Strom, ohne dass direkt neue Investitionen getätigt werden müssen. Allerdings kann niemand die Höhe der dann geltenden Einspeisevergütung voraussagen. Mit der Anschaffung einer Solaranlage kann der Häuslebauer so etwas für die Umwelt tun und gleichzeitig eröffnen sich gute Renditechancen.

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