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Die Taufe als besonderes Erlebnis

Kindtaufe
Susanne Mai

Die Geburt eines Kindes ist immer ein ganz besonderes Ereignis. Und wenn die Eltern ihr Kind mit dem christlichen Glauben aufwachsen lassen wollen, dann ist eine Taufe meist das erste große Ereignis im Leben des Kindes. Doch nachdem die Frage geklärt worden ist, ob ein Kind getauft werden soll oder nicht, stellen sich den Eltern meist noch weitere Fragen. So wirft sich beispielsweise oft die Frage auf, wie alt ein Kind sein muss, wenn es getauft werden soll. Auch die Frage danach, was das Kind bei seiner Taufe in der Kirche tragen soll, stellt sich vielen Eltern vor einer Taufe. Besonders schwierig ist es jedoch, wenn sich die beiden Elternteile nicht einig darüber sind, dass ihr Kind getauft werden soll oder wenn die Eltern nicht getauft sind oder getauft sind, aber aus der Kirche ausgetreten sind. All das und noch viel mehr sind Fragen und Probleme, die oft zwischen dem Kind und seiner Taufe stehen.

Das Alter eines Kindes spielt bei einer Taufe im Grunde genommen keine Rolle. In der Regel werden die Kinder jedoch zwischen ihrem dritten und achten Lebensmonat in die christliche Gemeinschaft aufgenommen. Neuerdings entscheiden sich aber auch viele Eltern dazu, ihr Kind erst in einem Alter taufen zu lassen, in dem es die Zeremonie bewusst wahrnehmen kann. Manche Eltern lassen ihre Kinder aber auch selbst entscheiden, ob sie getauft werden wollen oder nicht. Die Taufe wird dann erst vollzogen, wenn das Kind schon etwas älter ist.

Eltern, die beide keiner Kirche angehören oder aus ihrer Kirche ausgetreten sind, können ihre Kinder auch taufen lassen. In der evangelischen Kirche wird dies jedoch immer von der jeweiligen Kirchengemeinde entschieden. Ein katholischer Pfarrer kann die Taufe eines Kindes, dessen Eltern keine Kirchenmitglieder sind, nicht verweigern.
Ein Kind kann nicht getauft werden, wenn ein Elternteil gegen eine Taufe ist. Das gilt jedoch nicht, wenn die Eltern getrennt leben. Dann kann der Elternteil, der das Sorgerecht hat, allein darüber entscheiden.

Wenn man sein Kind taufen lassen möchte, dann geht auch das nicht ohne einen gewissen bürokratischen Aufwand. Das bedeutet, dass man vor der Taufe bestimmte Unterlagen organisieren muss, die man dann vorlegen muss. Bei diesen Unterlagen handelt es sich um die Personalausweise der Eltern, um die Geburtsbescheinigung des Kindes, falls vorhanden die Heiratsurkunde und die Taufscheine der Eltern und natürlich auch eine Bescheinigung über die Kirchenzugehörigkeit der Taufpaten.

Die Wahl der Taufpaten ist für die Eltern meist eine wirkliche Herzensangelegenheit und für die Taufpaten eine echte Ehre verbunden mit einer großen Verantwortung. Um aber Taufpate bei einem Kind zu werden, muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen. In der evangelischen Kirche ist es ausreichend, wenn man christlich getauft und Mitglied einer Kirchengemeinde ist. Bei einer katholischen Taufe sind die Ansprüche etwas höher. Hier muss zumindest einer der Taufpaten katholisch getauft und gefirmt sein.
Was ein Kind bei seiner Taufe trägt, hängt ganz von den Eltern ab. Wenn es in der Familie kein Taufkleid gibt, dann sollte das Kind festliche und bequeme Kleidung tragen.
Über die Kosten einer Taufe müssen sich Eltern keine Gedanken machen. Die Taufzeremonie ist in der Regel kostenlos. Wer auf Blumenschmuck in der Kirche besteht, muss diesen jedoch selbst organisieren.

Es gibt übrigens auch eine Not-Taufe. Diese wird immer dann vollzogen, wenn sich eine noch nicht getaufte Person, zum Beispiel ein ungeborenes Kind, in Lebensgefahr befindet. Diese Not-Taufe darf von jedem Christen vollzogen werden. Einzige Vorraussetzung, die dabei erfüllt werden muss, ist das Einverständnis des Täuflings bzw. bei einem ungeborenen Kind, das der Eltern.

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