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Die Geschichte des Weihnachtsbaums

Weihnachtsbaum
Alexander Hupe

Am Heiligen Abend strahlen nicht nur Kinderaugen beim Anblick des festlich geschmückten Weihnachtsbaums. Der magischen Wirkung des Baums können sich auch Erwachsene nicht entziehen. Woher aber kommt diese Tradition, den Christbaum festlich herausgeputzten und mit Lichtern und glitzernden Kugeln zu behängen?

Ursprung des Weihnachtsbaums

In den Überlieferungen kann kein eindeutiger Ursprung des Weihnachtsbaums festgestellt werden. So sind Wissenschaftler heute der Meinung, dass die Tradition des Weihnachtsbaums aus dem Verschmelzen vieler heidnischer Kulturen entstammt. So schmückten bereits die Römer zum Jahreswechsel ihre Häuser mit Lorbeerzweigen. Sie trugen damit der Hoffnung auf viel Lebenskraft Ausdruck. Dem Sonnengott zur Ehre schmückte der Mithras Kult einen Baum zur Wintersommerwende, die am 22.12 begangen wird. Gegen das Eindringen böser Geister half dagegen in den nördlichen Regionen das Aufhängen von Nadelzweigen. All diesen Bräuchen haben wir unseren heutigen Christbaum zu verdanken.

Die ersten geschmückten Weihnachtsbäume sollen im Mittelalter beim Paradisspiel Verwendung gefunden haben. Der nachgespielte Sündenfall von Adam und Eva verlangte einen immergrünen Baum, der mit Äpfeln geschmückt war. Zur Weihnachtszeit konnte nur ein Nadelbaum mit einem immergrünen Kleid dienen.

Erste urkundliche Erwähnung

Die Freiburger Bäckerschaft erhebt Anspruch auf den ersten geschmückten Weihnachtsbaum. Laut der Zunft soll ein Freiburger Bäcker im Jahre 1419 einen Baum mit Backwaren, Früchten und Nüssen behangen haben. An Neujahr durften die Kinder den Baum plündern. Zuverlässige Quellen für diese Aussage sind wohl nicht überliefert.
Bis zur ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts werden in Urkunden und Dokumenten nur vereinzelt Christbäume erwähnt, sind danach aber in vielen Aufzeichnungen und ebenso in der Literatur zu finden. So lässt sich die Tradition, zum Heiligen Abend einen Christbaum aufzustellen, spätestens im 18. Jahrhundert fest machen.

Schmuck und Kerzen am Weihnachtsbaum

Zu Beginn konnten es sich nur die adligen Häuser leisten, ihren Weihnachtsbaum mit Kerzen zu schmücken. Als Symbol für das Licht der Welt putzte der Adel seine Bäume mit teuren Bienenwachskerzen heraus. Der erste Christbaumschmuck bestand aus vergoldeten Nüssen, Gebäck, Süßwaren und glänzend eingewickelten Früchten.

Die ersten Christbaumkugeln

Einer Thüringer Legende zu Folge, erfand ein armer Lauschaer Glasbläser die ersten farbigen Kugeln aus Glas. Er konnte sich die teueren, vergoldeten Nüsse und Äpfel schlicht nicht leisten. In einem Auftragsbuch eines Glasbläsers ist die Bestellung von sechs Dutzend Weihnachtskugeln in verschiedener Größe aus dem Jahr 1848 dokumentiert. Erst 30 Jahre später entwickelten die Nürnberger das allseits beliebte, oder auch gehasste Lametta. Angeblich soll Lametta die glitzernden Eiszapfen symbolisieren.

Von wann bis wann steht der Christbaum in den Stuben?

In der Regel wird der Weihnachtsbaum am 23.12. aufgestellt und am 24.12. festlich geschmückt. Wie lange er in der guten Stube verweilen darf, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. So verliert ein sehr früh geschlagener Baum in der warmen Wohnung recht schnell sein Nadelkleid. Dieser Baum wird dann unabhängig von der Tradition, recht bald entsorgt werden. Echte Weihnachts-Traditionalisten lassen ihren Christbaum immer bis Mariä Lichtmess stehen. Mariä Lichtmess wird jedes Jahr am 2. Februar gefeiert. Der Jugendfeuerwehr in größeren Orten ist die Entsorgung des Christbaums zum 10. Januar geschuldet. An diesem Tag sammeln die fleißigen Helfer die ausgedienten Bäume für das nächste Osterfeuer ein.

Der Vorfreude auf einen festlich geschmückten und schillernd glänzenden Weihnachtsbaum tuen diese Nebenerscheinungen keinen Abbruch.

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