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Angst im Dunkeln

schlafendes Kind
Susanne Mai

Früher oder später machen die meisten Eltern die Erfahrung, dass ihr Kind auf einmal nicht mehr im Dunkeln schlafen möchte. Da bestehen die Kleinen auf einmal darauf, dass die Tür ihres Kinderzimmers einen Spalt breit geöffnet bleibt, damit ein wenig Licht herein scheint oder darauf, dass ein Nachtlicht an ist.

Die Angst im Dunkeln entsteht meist ganz plötzlich und betrifft vor allem Kinder im Kindergartenalter. Am häufigsten tritt die Angst im Dunkeln bei Kindern um das vierte Lebensjahr auf. Eltern, die besorgt über die plötzlichen Ängste ihrer Kinder sind, müssen sich jedoch keine Gedanken darüber machen, dass ihr Kind eventuell etwas Schlimmes erlebt haben könnte oder das es unter psychischen Problemen leidet. Die Angst im Dunkeln ist bei Kindern in diesem Alter nämlich völlig normal. Und nicht nur dass, sie ist auch ein wichtiger Part der Entwicklung.

Ausgelöst wird die Angst im Dunkeln dadurch, dass die Kinder in der Dunkelheit den Bezug zu ihrer Umgebung verlieren. Sie haben keinen Überblick mehr über ihre Umgebung, der sonst so vertraute Raum wirkt plötzlich fremd. Und das löst bei den Kindern die Angst aus. Sie wissen nicht, wie sie mit dieser Situation umgehen können und müssen erst lernen, mit den Angstgefühlen umzugehen.

Die Angst im Dunkeln manifestiert sich bei den meisten Kindern in verschiedenen Gestalten. Das können zum Beispiel ein Monster, die böse Hexe oder andere Gestalten sein, vor denen Kinder in diesem Alter Angst haben.

Obwohl die Angst im Dunkeln bei Kindern völlig normal ist, und diese in der Regel auch von ganz allein wieder verschwindet, können Eltern dennoch etwas dafür tun, um ihren Kindern die Ängste zu nehmen.

Wenn man feststellt, dass sein Kind plötzlich Angst im Dunkeln hat, sollte man mit seinem Kind darüber reden. Dabei sollte man es jedoch vermeiden, den Kindern partout auszureden, dass die Hexe oder das Monster unter dem Bett nicht existieren. Damit würde man dem Kind das Gefühl vermitteln, dass man es nicht ernst nimmt. Viel besser ist es, wenn man seinem Kind die Möglichkeit gibt, ausführlich über seine Angst und die bösen Gestalten zu reden. Allein das kann dem Kind schon dabei helfen, besser mit dieser Angst umzugehen.

Mit dem Kind reden oder ihm zuhören ist jedoch nicht das einzige, was Eltern tun können, um ihren Kind beim Umgang mit seinen Ängsten behilflich zu sein. Vielen Kindern hilft es auch, wenn sie das Monster oder die böse Hexe aufzeichnen. Dadurch nehmen die Ängste der Kinder quasi Gestalt an, bekommen ein Gesicht und verlieren ihren Schrecken. Fast ebenso hilfreich wie das Zeichnen der bösen Gestalten ist es, den Schreckensgestalten einen Namen zu geben.

Der einfachste und wohl auch gebräuchlichste Weg, um seinem Kind die Angst im Dunkeln zu nehmen, ist es, das Kind nicht im Dunkeln zu lassen. Dafür reichen der schon erwähnte Spalt in der Tür oder ein kleines Nachtlicht. Das gibt dem Kind ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Und wenn es trotzdem einmal Angst bekommen sollte, dann hat das Kind immer die Gewissheit, dass seine Eltern immer in seiner Nähe sind und dass sie jederzeit erreichbar sind.

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