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ADAC Test 2010 - Ein sicherer Kinderfahrradhelm muss nicht teuer sein

ADAC Test 2010 - Ein sicherer Kinderfahrradhelm muss nicht teuer sein
Susanne Mai

Die Formel gut = teuer gilt für Fahrradhelme, die für die Sicherheit von Kinder unabdingbar sind, nur bedingt. Der ADAC Test Kinderfahrradhelm 2010 hat gezeigt, dass auch ein Helm für gerade mal 20,- Euro Ihr Kind bei Stürzen wirksam schützen kann.

Bewertet wurden in diesem Test u.a. die Stoßdämpfung, die Sicherheitsleistung und die Handhabung, bspw. ob sich der Helm einfach dem Kopf des Kindes anpassen lässt und wie sich die Trageeigenschaft des Helms ausnimmt.

Bester Helm im Test

Mit der Gesamtnote 1,9 wurde der Giro Rascal von den Prüfern zum Testsieger gekürt. Die Prüfer würdigten bei diesem Helm die gelungene Kombination von Sicherheitsleistung und einfacherer Handhabung. Beim Abstreiftest erhielt dieser Fahrradhelm die Bestnote 1,0. Zu einer Abwertung führte die Erkennbarkeit in der Dämmerung und bei Nacht. Durch fehlende Reflektoren bekam der Giro Rascal hier nur eine 3,0 von den Prüfern. Mit 40,- Euro liegt der Giro im preislichen Mittelfeld.

Der günstigste gute Helm im Test

Der günstigste gute Helm im Test, der Compus Petit für 20,- Euro wurde mit einer Gesamtnote von 2,2 also mit gut bewertet. Die Stoßdämpfung des Petit wurde sogar um 0,1 Punkte besser bewertet, als die des Testsiegers. Zur Abwertung führte hier der Absteiftest und die nicht so gut gelöste Einstellbarkeit des Helms. Auch beim Compus wurde die Erkennbarkeit bei Dunkelheit bemängelt. Andererseits hat der Käufer mit diesem Fahrradhelm einen wirklichen Schutz, auch für den kleinen Geldbeutel.

Die schlechtesten Helme im Test

Ein Helm aus dem mittleren Preissegment und ein absoluter Billighelm sind die Schlusslichter dieses Tests. Der KED Freeide ein Skaterhelm für 35,- Euro mit der Gesamtnote 3,9 und der der Hudora joey Monsun für gerade mal 10,- Euro mit der Gesamtnote 5,0, sind für die Sicherheit Ihres Kindes nicht ausreichend. Der KED erreicht in der Stoßdämpfung gerade mal eine 3,9. Beim Gewicht und der Einstellbarkeit urteilten die Prüfer mit 4,9 und 4,5. Der KED Freeide ist demzufolge ein schwerer, schlecht einstellbarer Helm mit einer mangelhaften Stoßdämpfung. Für geschenkt zu teuer und 35,- Euro sind rausgeschmissenes Geld.

Der Billighelm Hudora erreicht in der Stoßdämpfung eine beachtliche 0,7 und ist in diesem Punkt der beste Helm des Tests. Im Abstreiftest versagt dieser Helm jedoch völlig, die Prüfer gaben hier nur die Note 5,0. Durch die fehlende Sicherheit konnte das Gesamturteil nicht besser ausfallen. Im Abstreiftest wird geprüft, ob der Helm seine eigentliche Schutzwirkung entfalten kann oder bereits vorher vom Kopf des Kindes fliegt. Ohne Schutzwirkung ist der Helm nutzlos und die Kosten von 10,- Euro damit fehl investiert.

Fazit

Nehmen Sie Ihr Kind mit zum Kauf eines Fahrradhelms. Probieren Sie den Helm in aller Ruhe auf und lassen Sie Ihr Kind mit dem Helm rumtoben. So zeigt sich recht schnell, ob der gewünschte Helm passt und hält oder eher wacklig auf dem Kopf sitzt. Die anderen Sicherheitseigenschaften können Sie nur durch bspw. einen ADAC Test erfahren. Ob ein Helm wirklich Stoßfest ist, sehen Sie ihm nicht an.

Die Einstellbarkeit der Riemen können Sie dagegen sehr wohl mit und an Ihrem Kind testen. Dauert die Einstellung länger als drei Minuten, legen Sie den Helm zurück, sonst ärgern Sie sich die nächsten zwei, drei Jahre damit herum. Was nicht funktioniert wird auch durch Übung nicht einfacher.

Anmerkung

Auf die Sichtbarkeit in der Dämmerung wurde von den Prüfern großen Wert gelegt. Dieser Punkt ist jedoch erst für größere Kinder wirklich wichtig. Getestet wurden Helme für Kinder unter 10 Jahre. Ein 5-jähriger fährt in der Regel bei Dämmerung nicht mehr allein herum. Daher empfinden wir diesen Punk des Tests für das vorgesehene Alter, als nicht so gravierend wichtig.

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